Erörterung zum Artikel von Frau Braun

Januar 25, 2020 0 Von Zoe Sonntag

Gerade jetzt ist das Thema Klimaschutz extrem aktuell, da immer mehr Menschen realisieren, dass wir etwas ändern müssen. Ein Impuls dafür war bzw. ist immer noch die FridaysForFuture-Bewegung, die von Greta Thunberg eingeleitet wurde. Aber auch Datenschutz sollte uns allen am Herzen liegen und im Bezug auf den Artikel von Frau Braun (Datenschutz ist Klimaschutz, veröffentlicht am 16.10.2019) stelle ich mir die Frage, ob Datenschutz für die Klimaschutzbewegung ein wichtiges Thema darstellen sollte?

Frau Braun hat sich in ihrem Artikel mit Blick auf die Extincion Rebellion Gruppe damit beschäftigt bzw. sich gefragt, in wie weit sich das mit dem Datenschutz verknüpfen lässt und vertritt letztendlich die Position Pro Kombination aus Datenschutz und Klimaschutzbewegung.

Laut Frau Braun ist mehr Datenschutz in Hinsicht auf die Klimaschutzbewegung wichtig, da Aktivisten die sich im Internet sicher bewegen und dessen Informationen nicht so einfach für Polizei oder Geheimdienste zugänglich sind, gleichzeitig ein Druckmittel für Politiker darstellen. Bzw. Aktivisten die weiter machen können, weil sie nicht aufgrund von mangelndem Datenschutz verhaftet wurden, können weiter Druck auf unsere Politiker ausüben und unseren Planeten so schützen (Vgl. Z. 32-33).

Dazu kommt ihr Argument das wenn wir mehr auf Datenschutz achten würden, was die Klimaschutzbewegung betrifft, also weniger Daten verschicken und speichern, wir auch einen kleineren CO2-Fußabdruck verursachen würden. Denn jeden Datenverkehr den wir verursachen, verursacht einen wenn auch nur kleinen CO2-Fußadruck (Z. 36).

Als letztes sagt Frau Braun, dass wir durch mehr Datenschutz im Bezug auf die Klimaschutzbewegung mehr Beteiligung bei den Menschen hervorrufen können, denn wenn man weiß das etwas sicher abläuft ist man gleich motivierter. Dadurch ergaben sich bereits Organisationen wie Foodsharing, die das Wegwerfen von Lebensmitteln verringern (Vgl. Z. 41-43).

Was dagegen spricht ist zum einen das wie im Beispiel XR Fragebögen helfen, um seine Mitaktivisten einzuschätzen und Situationen besser zu planen. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass ich viele Menschen bei der nächsten Aktion dabei habe, die auch bereit wären ins Gefängnis zu gehen, kann ich die Aktionen noch extremer und riskanter ansetzten.

Ein weiterer Nachteil von zu viel Aufmerksamkeit auf Datenschutz ist, dass es viel Aufmerksamkeit und Zeit kostet. Manche Aktionen müssen manchmal schnell geplant werden und können nicht noch extra Zeit beanspruchen, die man in die Arbeit mit Datenschutz steckt.

Zu guter letzt gibt es viel wichtigere Punkte mit denen sich Aktivisten und Klimaschützer auseinandersetzen sollten, wie zum Beispiel die Frage wie wir unseren Co2- Fußabdruck verkleinern könnten oder was wir gegen Massentierhaltung und Artensterben tun können, als die Frage wie man die Informationen am besten und am sichersten verschickt. 

Zusammenfassend ist festzuhaltend, dass Datenschutz auf jeden Fall wichtig ist im Bezug auf die Klimaschutzbewegung, aber definitiv nicht der wichtigste Punkt auf der Liste. Besonders überzeugend fand ich die Aussage, dass durch mehr Datenschutz, Aktivisten die sich für unseren Planeten einsetzten, besser geschützt sind.

Meiner Meinung nach ist Datenschutz super wichtig in Bezug auf die Klimaschutzbewegung, aber nicht das wichtigste.