CO2-Fußabdruck

November 15, 2019 2 Von Gornele

Der C02-Fußabdruck

Am Dienstag der Projektwoche war Chris Schleicher von der Firma Co2-positiv bei uns zu Besuch. Die Resultate daraus werden hier einmal vorgestellt.

Chris Schleicher ist der Gründer der Firma „CO2-positiv!“ und setzt sich für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen und im Privatleben ein. Sein Ziel ist so vielen Unternehmen und Menschen wie möglich zu helfen klimapositiv zu werden, um gemeinsam das Klima zu schützen. Die folgenden Themen hat er uns an einer sehr gut zusammengestellten PowerPoint Präsentation gezeigt und erklärt. Zu aller erst hat er uns die Darstellung der Uhr gezeigt, welche anzeigt wie wenig Zeit uns oder auch den Politikern mit ihren Entscheidungen bleibt, bis wir unser CO2-Budget verbraucht haben. Auch wenn wir schon wussten das der Klimawandel von Tag zu Tag voranschreitet, war es sehr angsteinflößend nochmal genau die Zeit vor Augen zu haben die uns verbleibt. Dies hat uns allen nochmal verdeutlicht wie wichtig es ist das wir jetzt handeln müssen. Folgend kam eine Folie zur Prognose des weltweiten Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 in Billiarden BTU (British thermal unit, eine Einheit der Energie). An dem vom ihm dargestellten Balkendiagramm konnte man deutlich sehen, dass es einen großen Anstieg gibt. Um das Jahr 1990 waren es noch 356 BTU und heutzutage ist es mit 605 BTU schon fast das doppelte. Die Prognose für 2050 liegt bei unglaublichen 814 BTU. An einer weiteren Folie hat er uns den Kohlendioxid-Anteil der Sektoren an den Emissionen weltweit für das Jahr 2016 gezeigt. Ganze 42% stammen aus der Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung, 24% entstehen durch Transport, 19% durch Industrie, 8% durch Gebäude und die restlichen 7% durch verschiedene andere Dinge. Des Weiteren folgte der Verkehrsanteil an den Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Am meisten entsteht dieser durch den Verkehr auf den Straßen (ca. 18%), dann folgt der Luftverkehr (ca. 3%), dann die Schiffe (ca. 2,5%) und der Rest wird erzeugt durch andere Verkehrsmittel.

Doch wie kann man (wenn) die Erde noch retten?

Zum einen müssen wir die ganze Energieerzeugung auf Co2-neutrale Energieträger umstellen. Für diese Entwicklung bräuchten wir das komplette Kapital dieser Welt. Zusätzlich sollten wir große Co2 Speicher setzen, wie zum Beispiel Wälder. Diese beiden Lösungen sind schon wichtige und große Schritte in die richtige Richtung.

Dann hat er uns gefragt ob wir glauben, dass die Politik und die Wirtschaft genug für den Klimaschutz tun. Wir waren uns alle einig, dass sie viel zu wenig dafür tut und sie schnell handeln sollte. Außerdem sollte sie versuchen ein gutes neues Klimapaket aufzustellen.

Anschließend hat er uns eine Folie mit den größten “Klimasündern“ der Welt gezeigt. Die Seite war in zwei Kategorien aufgeteilt: CO2 Ausstoß in Megatonnen und CO2 Ausstoß in Tonnen pro Kopf. Auf Platz 1 ist das Land China, das 10.357 Megatonnen pro Jahr ausstößt. der CO2-Ausstoß pro Kopf Jedoch liegt „nur“ bei 7,5 Tonnen. Somit ist er von den 6 aufgelisteten Ländern am zweit kleinsten. Auf dem zweiten Platz ist die USA mit 5.414 Megatonnen. Bei den Tonnen pro Kopf liegt die USA mit deutlichem Abstand vorne. Ein Amerikaner hat 17,0 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr. im Gegensatz zu Indien, welches mit 2.274 Megatonnen Ausstoß und 1,5 Tonnen pro Kopf von den aufgelisteten Ländern am wenigsten CO2-Ausstoß pro Kopf hat. Dann kommt Russland mit  insgesamt 1.617 Megatonnen und 11,0 Tonnen pro Kopf. An 5 Stelle ist Japan mit 1.237 Megatonnen und 9,8 Tonnen pro Kopf. Auf dem 6 Platz der „Klimasünder“ liegen wir, Deutschland, mit 798 Megatonnen pro Jahr und 9,9 Tonnen pro Kopf. Obwohl Deutschland viel weniger CO2-Ausstoß insgesamt hat, als China, was auch daran liegt das Deutschland natürlich eindeutig kleiner ist, ist der CO2-Ausstoß pro Kopf um ganze 2,5 Tonnen pro Kopf mehr. Wir müssen also eindeutig etwas ändern.

Anhängend haben wir über den CO2 Fußabdruck eines Deutschen gesprochen und aus was sich dieser zusammensetzt. Der Fußabdruck eines Deutschen liegt durchschnittlich bei 11,6 Tonnen pro Jahr.

Er setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

Konsum 39% (Ausgaben für Bekleidung, Schuhe, Möbel, Urlaubsaktivitäten, Gesundheit, Bildung, Elektronik, Haushaltsgeräte)

-Ernährung 15% Menge und Art der Ernährung (vegan, vegetarisch, gemischt, fleischbetont)

-Mobilität 19% (Fliegen, Autos, Öffentliche Verkehrsmittel)

Infrastruktur 6%

-Wohnen 21% Heizung: Öl oder Gas, Strom: Mix oder Ökostrom

Anschließend durften wir unseren eigenen Fußabdruck berechnen, mithilfe der oben genannten Kriterien. Mein Fußabdruck (Gornele) liegt bei 7,5. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich Vegan ernähre, sparsam konsumiere, Ökostrom benutze und versuche so viel wie es geht mit den Öffis zu fahren. Trotzdem habe ich nach diesem mir nochmal Gedanken darüber gemacht was ich verbessern könnte und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Tschelina: Mein Fußabdruck liegt bei 12,3. Das liegt daran, dass ich viel und oft fliege, meiner Meinung nach zu oft das Auto anstatt die Öffis benutze, ich zu unsparsam bin und wir keinen Ökostrom haben. Ich habe daraus gezogen das ich aufjedenfall nicht mehr fliegen möchte, außerdem versuche ich öfter die Öffis anstatt das Auto zu benutzen und ich versuche sparsamer zu konsumieren.

Abschließend haben wir einen Stuhlkreis gebildet, über unsere Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge gesprochen.

Große Stellschrauben sind insgesamt: Fleischkonsum, Kaufverhalten und der Plastikverbrauch. Wir haben alle für uns selber Ziele nach dieser lehrreichen Stunde gesetzt.

Zum Abschluss ging es darum, wie die Firma „CO2-positiv!“ Unternehmen hilft Klimapositiv zu leben. Er bietet beispielsweise Beratungen an, in denen er den Unternehmen hilft sich Klimapositiv auszurichten indem er mit ihnen eine „glaubwürdige Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie“ zu entwickeln und umzusetzen.

Alles in einem war der Tag sehr interessant und wir haben alle viel neues Wissen erhalten.